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Praxis für Klassische Homöopathie

 

...wie alles begann:

Mein erstes eindrucksvolles Erlebnis mit der Homöopathie hatte ich an einem schönen Sommertag vor mehr als 20 Jahren. Im Garten meiner damaligen Nachbarin, einer Heilpraktikerin, spielten unsere kleinen Kinder, als plötzlich ihre zweijährige Tochter aufschrie: eine Biene hatte sie in den Mund gestochen! Meine Nachbarin blieb ganz ruhig und meinte nur: "Da muss ich was geben", ging ins Haus und kehrte mit drei Zuckerkügelchen zurück, die sie ihrer Tochter unter die Zunge legte. Auf meine Frage hin, ob sie denn sonst nichts unternehmen wolle, antwortete sie lediglich, dass doch bereits alles getan sei.

Zu meiner völligen Überraschung passierte auch tatsächlich weiter nichts: kein Anschwellen der Zunge, keine Atemnot, kein Notarzt, kein Cortison etc.pp. Im Gegenteil, nachdem der erste Schmerz ziemlich rasch abgeklungen war, spielten unsere Kinder weiter im Garten, und wir konnten noch gemeinsam einen herrlichen Nachmittag verbringen.

Nun begann ich mich intensiv mit der Klassischen Homöopathie auseinander zu setzen:

Die Homöopathie ist das Werk eines genialen Mannes, der - enttäuscht von der Medizin seiner Zeit - unermüdlich nach besseren Heilmethoden suchte: Samuel Hahnemann (1755 - 1843). 

 

Hahnemann-Denkmal in Leipzig  

Hahnemann übte heftige Kritik an den Methoden seiner Standeskollegen, die mit Aderlass, Quecksilber und Brechmitteln das vermeintliche Übel auszutreiben versuchten und dabei nicht selten die Gesundheit ihrer Patienten ruinierten.

Durch jahrelanges Experimentieren und exaktes Beobachten fand Hahnemann die Grundlagen des Heilens heraus, die er methodisierte und 1796 erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Um sich von der orthodoxen Medizin auch begrifflich abzusetzen, hat Hahnemann für die alte Schule den Terminus "Allopathie" geprägt; seine eigene Sichtweise nannte er "Homöopathie" (griechisch "homoios pathein" = ähnlich leiden). Während die traditionell denkenden Ärzte damals wie heute in der Krankheit einen Gegner sahen, den sie als "das Andere" zu bekämpfen trachteten, hielt Hahnemann gerade dasjenige Mittel, das dem Leiden des Kranken am ähnlichsten war, für die beste Arznei.

Über Jahre hinweg prüfte Hahnemann an sich selbst und an Freiwilligen viele Arzneistoffe auf ihre Wirkung, wobei die auftretenden Symptome genau notiert wurden. Gibt man gesunden Menschen bestimmte Naturstoffe in kleinsten Dosen regelmäßig ein, dann erzeugen sie Krankheitserscheinungen, die für den eingenommenen Stoff typisch sind. Diese Arzneimittelprüfungen am gesunden Menschen unterscheiden die Homöopathie ganz wesentlich von der Allopathie. Die durch die Arzneimittelprüfungen gefundenen Arzneimittelbilder geben ganz genau Aufschluss darüber, welche Wirkungen ein bestimmter Stoff auf den Organismus hat. 

 

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