Nasenarbeit
Willkommen in der Welt der Düfte!
Hunde leisten unschätzbare Dienste bei der Drogen- und Sprengstoffsuche, bei der Suche nach vermissten Personen und als Lawinenhunde. Der Mensch nutzt dabei das phantastische Riechvermögen des Hundes. Die Anzahl der Riechzellen in der Nase des Hundes ist ca. 40 x höher als die in der Menschennase - vergleicht man das Riechvermögen von Mensch und Hund, ergibt sich ein noch viel größerer Faktor. Ein trainierter Hund kann zwei geruchsmarkierte Sandkörner auf einem 500 m langen, 50 m breiten und 50 cm tiefen Sandstrand wiederfinden (Quelle: Anne Lill Kvam, „Spurensuche“, 2005).
Nicht nur speziell ausgebildete Hunde, nein, jeder Familienhund lebt in dieser faszinierenden Geruchswelt, die sich für uns Augen orientierte Menschen kaum erschließen wird. Um den Eindruck eines Hundes von seiner geruchlichen Umgebung zu beschreiben, wird auch der Begriff Geruchs“bild“ verwendet, was erkennen lässt, dass es uns einfach an Vorstellungsvermögen und sprachlichen Mitteln fehlt, um die Geruchswelt des Hundes adäquat beschreiben zu können.
Mit „Nasenarbeit“ kann dem Hund eine spannende, artgerechte Beschäftigung geboten werden. Diese macht nicht nur dem Hund Spaß und versetzt den Mensch regelmäßig ins Staunen, sie fördert darüberhinaus die Konzentration und lastet den Hund mental aus. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Fährten, Flächensuche, Menschensuche (Mantrailing), Geruchsidentifikation, Duftfährten (Scent-Trailing), Sortieren ... Dabei ist es unerheblich, ob der Hund ein Vertreter der typischen Jagdhundrassen ist. Jeder Hund, egal ob Mops, Chow-Chow oder Husky, ist ein geborener Schnüffelexperte und kann mit "Nasenarbeit" die Möglichkeit bekommen, seine arteigenen Talente ausleben zu dürfen.
Anna selektiert ein geruchsimprägniertes Stöckchen
Das ist es!!